Marion Wrobel – Vorsitzende
Geboren 1971 in Köln, komme ich tatsächlich aus einer klassischen Arbeiterfamilie
im Ruhrgebiet: Mein Vater war Metaller, meine Mutter arbeitete bis zur Geburt des
ersten Kindes als Krankenschwester. Bildung war meinen Eltern äußerst wichtig,
meine beiden Schwestern und ich haben das Gymnasium besucht, ich war das erste
Familienmitglied, das ein Studium begonnen hat.
Seit mehr als 25 Jahren bin ich selbst Gewerkschaftsmitglied, arbeite bereits seit
Jahren im Personalrat und bin seit etwa 4 Jahren Personalratsvorsitzende. Zeit
meines Lebens stand ich der SPD nahe, doch eingetreten in die Partei bin ich erst,
als ich erfahren habe, dass es nicht selbstverständlich ist, zukünftig noch eine SPD-
Kandidatenliste bei Kommunalwahlen in Steinheim zu haben.
Wie wichtig Bildung für den Werdegang eines jeden Menschen ist, habe ich selbst
erfahren. Gerade ein rohstoffarmes Land wie Deutschland braucht gute Bildung für
Innovationen. Wir können es uns nicht leisten, kluge Köpfe zu verlieren, weil die
Eltern ein geringes Einkommen haben. Und es gibt nur wenige Länder, wo Bildung
so einkommensabhängig ist wie bei uns.
Die SPD war und ist eine uneingeschränkt demokratische Partei. Wir kopieren keine
rechten Parolen oder liebäugeln auch nicht mit rechten Koalitionen. Weder hier noch
in anderen Bundesländern. Für mich bedeutet Demokratie, dass man sich einbringt,
miteinander redet, solidarisch ist, Kompromisse eingeht. Am Ortsverein mag ich den
Austausch mit Gleichgesinnten: Menschen, die unvoreingenommen und
gesprächsbereit sind, offen für andere Meinungen. Frauen sind in der SPD
gleichberechtigt, die Parität ist Prinzip.
Ich habe es mir reiflich überlegt, ob ich in Zeiten politischer Radikalisierung meine
Parteizugehörigkeit, und sei es nur auf lokaler Ebene, offenlegen möchte. Menschen
begegnen einem nicht immer freundlich und wohlwollend. Während des
Landtagswahlkampfes wurde ich oft für die Politik der – CDU-geführten - Koalition in
Berlin verantwortlich gemacht. Meine Kontakte reichen - bisher - leider noch nicht in
die Bundeshauptstadt, aber auf kommunaler Ebene möchte ich mich einbringen. Aus
Protest Alternativen zu wählen ist nicht mein Ding, ich versuche, meine Vorstellungen
konstruktiv einzubringen und Politik im Rahmen meiner Möglichkeiten nach meinen
Vorstellungen zu beeinflussen.