
Annette Grimm - Schriftführerin
Seit nunmehr 26 Jahren bin ich als SPD-Mitglied politisch aktiv. Aufgewachsen in einer Kleinstadt im Odenwald war mein Bildungsweg vorgezeichnet: Kaufmännisch ausgerichtete Mädchenrealschule, später klassische Rolle als Hausfrau und Mutter und vielleicht noch Buchhalterin im familieneigenen Unternehmen.
Glücklicherweise zog es mich dann aber weg aus der Heimat. Was ich jedoch immer im Gepäck hatte, war meine christliche und konservative Erziehung. Auch wenn ich diese mit zunehmender Lebenserfahrung immer stärker hinterfragte – insbesondere die traditionelle Rolle der Frau – so war und ist dieses Aufwachsen als „katholisches Mädchen vom Lande“ auch eine wertvolle Grundlage in meinem Leben. Früh habe ich gelernt, Verantwortung zu übernehmen.
Als langjährige Elternvertreterin erlangte ich eine gewisse Bekanntheit in Höpfigheim und bekam Anfragen zu Kandidaturen aus verschiedenen politischen Richtungen. Dies war der Zeitpunkt, um meine politischen Grunderfahrungen zu hinterfragen, um klar und deutlich festzustellen: Meine politische Heimat kann ich nur in der Sozialdemokratie finden.
So kandidierte ich 1999 erstmals bei den Kommunalwahlen und wurde zunächst in den Ortschaftsrat Höpfigheim, später auch in den Gemeinderat gewählt. Als Nachrückerin gehörte ich zuletzt auch der SPD-Kreistagsfraktion an und habe mich dort aus Überzeugung im Sozialausschuss engagiert.
Nachdem ich erst 2013 wieder ins Berufsleben eingestiegen war und mich später bis zur Position einer Personalleiterin hochgearbeitet hatte, war diese politische Arbeit neben Familie und Beruf eine ziemliche Herausforderung, die ich aber nicht missten möchte.
Im Ortsverein Steinheim war und bin ich seit 1999 in unterschiedlichen Funktionen aktiv, aktuell als Schriftführerin. Und warum also SPD? Die SPD steht für soziale Gerechtigkeit, Chancengleichheit und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Insbesondere als Frau fühle ich mich innerhalb der Partei gehört und gleichberechtigt wahrgenommen. Ich kann als Mitglied teilhaben an Parteiprozessen, kann eigene Anträge einbringen, meine Zufriedenheit bzw. Unzufriedenheit frei äußern und fühle mich wohl unter Gleichgesinnten.
Und warum Ortsverein, wenn man doch auch so schon genug Arbeit hat? Ja, es bedeutet, Arbeit, Termine, Fingerspitzengefühl, manchmal sicher auch Frust. Aber dagegen steht Zusammenhalt, zielgerichtete politische Debatte, kulturelle Angebote und der direkte Kontakt zu unseren Kommunal-, Landes-, Bundes- und Europapolitikern. Dies alles bereichert seither mein Leben!
Und Sie, liebe Bürger:Innen? Wollen Sie sich das Ganze nicht einmal persönlich anschauen?
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Annette Grimm, Schriftführerin

