Für Euch vor Ort - SPD Steinheim

Der SPD-Ortsverein Steinheim bei der Demo „Mut statt Wut“ des Bündnisses für Demokratie und Menschenrechte

Gemeinsam. Laut. Demokratisch. 

Die Mitglieder des SPD-Ortsvereins trafen sich am vergangenen Samstag um gemeinsam an der Demonstration auf dem Schlossplatz in Stuttgart teilzunehmen. 

Ein breites demokratisches und zivilgesellschaftliches Bündnis von mehr als 60 Organisationen aus Politik, Kultur, Gewerkschaften, Sozialverbänden und Kirchen hat damit ein deutliches Zeichen gesetzt für Demokratie, Menschenrechte und Solidarität, die alle Menschen in diesem Land einschließt. 

Als Vertreter der SPD fand Robin Mesarosch, der Co-Vorsitzende der Landes-SPD, bei der Veranstaltung deutliche Worte dafür, was wir alle verlieren könnten, ließe man die AfD ihr rechtsextremes Programm umsetzen - auch hier im Ländle und er ermutigte alle, sich mit ihren jeweiligen Vorstellungen für ein besseres Land konkret zu engagieren. 

Wir brauchen dringend Solidarität mit all den Menschen in Sachsen-Anhalt, die sich gegen rechts aussprechen, Solidarität mit denen, die sich dort in Vereinen und Projekten für Demokratie, für eine gerechtere Gesellschaft und eine lebendige Erinnerungskultur einsetzen, denn Demokratie ist nie in Stein gemeißelt, sie kann nur bestehen, wenn wir hier vor Ort Verantwortung übernehmen, uns einmischen und Haltung zeigen.

Nichts, was im Zusammenleben der Menschen je versucht worden ist, hat für so viele Menschen Mitsprache, Freiheit, Schutz vor staatlicher Willkür und relativen Wohlstand gebracht, wie die Demokratie. Deshalb ist jetzt der perfekte Moment: Engagieren Sie sich jetzt bei einer der demokratischen Parteien vor Ort, in den Kirchengemeinden oder in einem der Vereine. Jeder einzelne kann viel bewegen. Lassen Sie uns gemeinsam anpacken und aus Steinheim und dem Ländle einen besseren Ort machen, mit Solidarität und ohne Hass und Ausgrenzung.

Claudia Busch-Laukenmann

Der SPD-Ortsverein im Haus der Geschichte in Stuttgart.

„Wer aber vor der Vergangenheit die Augen verschließt, wird blind für die Gegenwart.“

(Richard v. Weizäcker, Rede zum 40. Jahrestag des Endes des 2. Weltkrieges am 8.5.1985)

Im September war der SPD-Ortsverein wieder unterwegs, diesmal im Haus der Geschichte in Stuttgart zu einer Führung mit dem Thema „Demokratie gestern und heute“. Eine sehr engagierte Mitarbeiterin des Museums nahm uns mit auf eine spannende Reise von dem frühen Ringen um Demokratie in den Revolutionsjahren 1848/49 bis heute. Selbst als der erste Versuch des Volkes, politisch gehört zu werden, in den Revolutionsjahren vorerst scheiterte, blieben die Träume von Demokratie und Freiheit in den Köpfen der Menschen lebendig. Nach dem Kaiserreich, demokratisch eher eine „Scheinveranstaltung“, erkämpften sich die Menschen die erste echte Demokratie auf deutschen Boden - zum ersten Mal auch für Frauen. Die Republik von Weimar, durchaus mit Euphorie und Potenzial gestartet, fiel neben einigen Altlasten und Fehlentscheidungen vor allem einer rechtsextremen Partei zum Opfer, die jedem alles versprach, was er hören wollte, sich nach dem gescheiterten Putsch darauf verlegte, bei den Menschen in Not mit simplen Antworten auf komplexe Probleme zu werben, hinter denen deutlich sichtbar Hass, Rassismus, Antisemitismus, ideologische Kriegstreiberei und der Wille sichtbar war, Menschen, denen man ihre Würde und ihren Wert als Person absprach, zu ermorden. Sie kam scheinbar legal an die Macht, um in Rekordzeit alle Legitimität zu zerstören.

Welche Gestaltungsmöglichkeiten eine liberale Demokratie für die Gesellschaft und für jeden einzelnen bringt, wurde besonders augenfällig in dem relativ neu gestalteten letzten Raum unserer Führung, in dem viele mehr oder weniger bekannte Bürgerinnen und Bürger vorgestellt wurden, die mit ihrem Engagement gegen Rassismus und Diskriminierung von Minderheiten, für Klima- und Umweltschutz, für bessere Lebens- und Arbeitsbedingungen und für Zivilcourage im Alltag unser Ländle und auch das ganze Land zu einem lebenswerteren Ort für alle gemacht haben.

Wir blicken heute auf diesen 200-jährigen Kampf für Demokratie zurück, bei dem unzählige Menschen ihre Freiheit, ihre Heimat und ihr Leben verloren. Würdigen wir das, was diese mutigen Badener und Württemberger für uns errungen haben, indem wir Verantwortung übernehmen, uns konkret vor Ort einsetzen und engagiert diese Art zu leben verteidigen.

Claudia Busch-Laukenmann