ORTSVEREIN STEINHEIM AN DER MURR

Endlich abschalten …….

Bundespolitik

AKW-Demo

…war am vergangenen Samstag Nachmittag auf dem Gelände des Kernkraftwerkes Neckarwestheim immer wieder zu hören und zu lesen, als der Zug der mehr als 1.000 Demonstranten sich auf dem Platz formierte, um die Begrüßungsansprachen der Prominenten aus Politik und Verbänden zu hören.

Viele Menschen aller Altersgruppen waren trotz glühender Hitze gekommen, weil sie fürchten, dass am 27. September eine neue Regierung trotz zweifellos bekannter Risiken eine längere Laufzeit solcher alter Meiler durchsetzen könnte.

Hermann Scheer, SPD-Energieexperte im Bundestag und Präsident von Eurosolar, kritisiert die Stromkonzerne, die dem Konsens zum Atomausstieg unter Gewährung massiver Steuervorteile zugestimmt hatten, in deren Genuss sie heute stehen. Die getroffene Vereinbarung zur Abschaltung im Gegenzug werde jedoch nicht eingehalten. Diese Vorgehensweise bezeichnet Scheer als „nicht seriös“. Er fragt sich, „was wohl in den Köpfen der Menschen vor sich gehen mag, die sich für eine solche Laufzeitverlängerung stark machen, wohl wissend, welche Gefahren und immensen Kosten für uns alle im Extremfall drohen könnten. Die Atomkraft in Deutschland könnte bei entsprechenden Investitionen in die Netze von derzeit 28 % Anteil an der gesamten erzeugten Strommenge (weltweit 16 %) gut wie vereinbart zurückgefahren werden. Die Spitzenposition der Deutschen in den Technologien der Regenerativen Energien ist auf eine rot-grüne Bundesregierung zurückzuführen, die den Atomausstieg ausgehandelt und ein Energieeinspeisegesetz verabschiedet hat, das seine Nachahmer überall in der Welt findet. Hier entstanden und entstehen neue Arbeitsplätze.
Der Grünen-Spitzenkandidat für die Bundestagswahl, Jürgen Trittin, warnte vor einer Revidierung des Atomausstiegs. Sieben der ältesten Reaktoren in Deutschland seien nicht ausreichend gegen Flugzeugabstürze und Terrorangriffe gesichert. Diese Gefahr sei «realistisch». Im AKW Neckarwestheim Block 1 seien bisher mehr als 400 Störfälle aufgetreten, Atommüll aus vielen Jahren lagere in Zwischenlagern und für ein Endlager gäbe es bis heute keine Lösung. Wir sehen beim Lager Asse, dass der Steuerzahler mit mehr als zwei Milliarden belastet wird.

Alle Redner waren sich darüber einig, dass alle Bürger am 27. September darüber abstimmen werden, wie und ob der geplante Atomausstieg vollzogen wird!!