ORTSVEREIN STEINHEIM AN DER MURR

Plädoyers für die Gemeinschaftsschule

Presseecho

Steinheim Die SPD Steinheim hat ihre Vormaifeier abgehalten - mit Margit Wohner von der GEW als Referentin. Von Claudia Kräft

Die Erich-Kästner-Realschule und die Blankensteinschule liegen sehr dicht, praktisch wie ein Campus, zusammen. Damit sind sie hervorragend dafür geeignet, um eine Gemeinschaftsschule zu gründen', sagt Annette Grimm. Damit hat die Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Steinheim am Montag gleich zu Beginn das Thema Bildung in den Fokus des Abends gerückt.

Unter den altehrwürdigen Fachwerkbalken des Rathauses hat der SPD-Ortsverein Steinheim zur Vormaifeier geladen. Erschienen sind etwa 40 interessierte Betriebs- und Personalräte, Bürger und Parteigenossen. Mit dieser Veranstaltung führt der Ortsverein eine nunmehr 28 Jahre währende Tradition in Steinheim fort.

Nach Grimm begrüßte auch Bürgermeister Thomas Rosner die Gäste und übergab das Wort an SPD-Landtagsmitglied Thomas Reusch-Frey, der die Ziele der Partei verdeutlichte: 'Wer Arbeit hat, soll auf eigenen Beinen stehen können. Es geht uns um den Wert der Arbeit und um den aufrechten Gang der Arbeitenden.' Reusch-Frey erklärte auch, dass dieses Ziel in Zeiten von Niedriglöhnen und astronomischen Managergehältern noch längst nicht erreicht, man aber derzeit mit dem Landesarbeitsmarktprogramm auf einem guten Weg sei.

Über Bildung, das eigentliche Hauptthema des Abends, referierte anschließend Margit Wohner. Die studierte Realschullehrerin ist Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) im Bezirks Nordwürttemberg. Sie stellte zunächst klar, dass bei der Bildung niemand ausgegrenzt werden dürfe. 'Dieses mehrgliedrige Schulsystem steckt Kinder in Schubladen', so Wohner. Sie sprach sich klar für das Konzept Gemeinschaftsschule aus. Man denke nur daran, dass die Grundschulen im internationalen Vergleich sehr gut dastehen. Hier laufe noch alles richtig. 'Der Pisa-Test prüft Schüler, die schon längere Zeit auf weiterführenden Schulen sind. Die Ergebnisse kennen wir.' Wohner räumte aber auch ein, dass in der Vergangenheit einige Gemeinschaftsschulen unter zu chaotischen Bedingungen eröffnet wurden. Man dürfe nicht vergessen, dass das neue Konzept zunächst Zeit und Geld braucht. Da die Anmeldezahlen an den Werkrealschulen aber auch in diesem Jahr drastisch gesunken sind, brauche man die Gemeinschaftsschule. Dieser Ansicht war auch Zuhörerin Elke Vogel aus dem Vorstand des Elternbeirats der Blankenstein-Werkrealschule. Sie ist gegen die frühe Trennung der Schüler. 'Manche Kinder sind einfach Spätzünder. Die kriegen einfach keine Chance.' Gemeinsames Lernen bis zur zehnten Klasse hält sie für die gerechteste Lösung.

Solche Ansichten konnten die Gäste nach Wohners Vortrag bei Brezeln und Schorle diskutieren.


von links: BM Rosner, Annette Grimm, MdL Reusch-Frey, Margit Wohner

 
 

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Hallo,ich finde es spannend zu sehen, wie das Interesse an Social Media ilahrennb sozialer Organisationen we4chst. Gleichzeitig bin ich aber auch skeptisch, falls es richtig sein sollte, dass das wachsende Interesse zum grodfen Teil dem Aspekt des „Marketings“ geschuldet sein sollte. Sicher, pragmatisch (oder auch betriebswirtschaftlich) gesehen, ist das eine berechtigte, nicht zu kritisierende Motivation. Idealistisch (und auch wissenschaftlich) gesehen, le4sst sich jedoch darfcber streiten.Als Idealistin und Verfechterin eines demokratischen Pragmatismus, wfcnsche ich mir natfcrlich, dass zukfcnftig beide Prinzipien berfccksichtigt werden Was das vernetzte Denken und Handeln angeht: Da sehe ich noch ein langen Weg Grudf, Julia

Autor: MUHAMMAD, Datum: 29.06.2012