Für Euch. Vor Ort.
Wie wollen wir in der Politik miteinander umgehen?
Kürzlich gab es einen Vorfall auf dem Steinheimer Wochenmarkt. Zwei Parteien hatten sich mit einem Stand bei der Verwaltung angemeldet und auf dem Marktplatz positioniert.
Eigentlich sollte das Ziel einer solchen Veranstaltung sein, den Steinheimer Bürgerinnen und Bürgern Rede und Antwort zu stehen und ein Gesprächsangebot zu machen. An diesem Samstagmorgen sah sich allerdings eine der beiden Parteien verbalen Angriffen und Drohungen der anderen Partei ausgesetzt, obwohl sie nichts anderes getan hatte, als ihr im Grundgesetz verbrieftes Recht auszuüben. Parteien sind gehalten zur politischen Meinungsbildung beizutragen, indem sie ihre politische Überzeugung sowie ihre politischen Ziele öffentlich machen.
Der aggressive Tonfall, der sich zurzeit häufig in den sozialen Netzwerken wie auch gelegentlich in der Bundespolitik bemerkbar macht, wirkt leider bis in unsere Gemeinde hinein.
Zwar berichten unsere Stadträte, dass sie bisher keinen Anfeindungen wegen ihres ehrenamtlichen Engagements ausgesetzt waren, was für einen respektvollen Umgang miteinander hier vor Ort spricht. Jedoch zeigt der genannte Vortall, dass wir uns als Bürgerschaft überlegen müssen, ob wir bereit sind, solche verbalen Übergriffe zu akzeptieren und damit als "normal" einzustufen. Ist es nicht viel mehr erstrebenswert, dass engagierte Menschen in politischen Parteien, Verbänden und Organisationen weiterhin respektvoll miteinander umgehen, wie dies viele Jahre der Fall war?
Für uns, die wir im SPD-Ortsverein bzw. in der SPD-Fraktion tätig sind, ist es ein Herzensanliegen, Menschen für Ehrenämter zu gewinnen, die alle zusammen ein Gewinn für eine lebendige Stadtgesellschaft sind. Sie sollten für ihr Engagement geachtet und geschätzt werden, auf keinen Fall aber angegriffen, wie dies der Fall war.
Claudia Busch-Laukenmann, Stv. Vorsitzende

