ORTSVEREIN STEINHEIM AN DER MURR

Zum Gedenken an Erwin Kreetz

Ortsverein

Am 17. April 1945 um 10.00 Uhr wurde der 26-jährige Soldat Erwin Kreetz von einem Exekutionskommando der deutschen Wehrmacht im Steinbruch zwischen Steinheim und Kleinbottwar erschossen und dort an Ort und Stelle wie ein Hund verscharrt.

Kleinbottwarer Bürger sorgten dafür, dass Erwin Kreetz auf dem Friedhof in Kleinbottwar eine würdevolle letzte Ruhestätte bekam.

Mitglieder des SPD-Ortsvereins Steinheim legten am Totensonntag am Grab ein Bouquet nieder, um erneut an dieses Unrecht zu erinnern.

Erwin Kreetz war kein Widerstandskämpfer. Was ihn an diesem 17. April dazu bewogen hatten, seine Truppe zu verlassen, war seine Familie. Er wusste, dass seine Frau in Berlin bei einem Bombenangriff ums Leben gekommen war und wollte zu seinen vier Kindern nach Hause. Er wurde dennoch "zur Aufrechterhaltung der Wehrkraft und der Manneszucht und zur Abschreckung für andere“ zum Tode verurteilt.

Die Erinnerung an diesen sinnlosen Tod muss wachgehalten werden als Mahnung für nachkommende Generationen.

Annette Grimm