ORTSVEREIN STEINHEIM AN DER MURR

Zum Gedenken an den Deserteur Erwin Kreetz

Ortsverein

Der SPD-Ortsverein Steinheim hält seit vielen Jahren die Erinnerung an den 26-jährigen Soldaten Erwin Kreetz wach, der am 17. April 1945 von einem Exekutionskommando der deutschen Wehrmacht im Steinbruch zwischen Steinheim und Kleinbottwar erschossen und sofort an Ort und Stelle wie ein Hund verscharrt worden war. Mutigen Kleinbottwarer Bürgern ist es zu verdanken, dass er wenigstens eine Grabstätte auf dem Friedhof in Kleinbottwar erhalten hat.

Jeweils am Volkstrauertag erinnern wir an diese Geschichte, indem wir ein Blumenbouquet am Grab niederlegen. Bereits einige Wochen vor dem Volkstrauertag haben Genossen des Ortsvereins das Grab hergerichtet.

Bereits 70 Jahre liegt diese Geschichte zurück und es gibt kaum noch Zeitzeugen. Doch noch vor wenigen Jahren galten Deserteure wie Erwin Kreetz als vorbestraft – verweigerte man ihnen und ihren Angehörigen die Rehabilitierung und Entschädigung. Neben den vielen tausend Kriegs- und Heldendenkmälern gibt es wenige Orte in Deutschland, an welchen Deserteuren mit einem Denkmal gedacht wird. Dass Steinheim einer davon ist, erfüllt uns mit Stolz. Wir denken mit Achtung und Respekt an unseren verstorbenen Genossen, Bürgermeister Alfred Ulrich, der seinerzeit gegen erhebliche Widerstände aus dem bürgerlichen Lager durch eine Erinnerungstafel an der Hinrichtungsstätte den Soldaten Erwin Kreetz in angemessener Form gewürdigt hat und seither Vorübergehende vielleicht zum Innehalten und zum Nachdenken veranlasst werden.

Nils Steenbuck

Vorsitzender